Den Lueger sprengen!

Schandwache beim Karl-Lueger-Denkmal. Eine Kunstaktion markierte das Denkmal für den Antisemiten Karl Lueger als das was es ist: Eine Schande für Wien.
Schandwache beim Karl-Lueger-Denkmal. Eine Kunstaktion markierte das Denkmal für den Antisemiten Karl Lueger als das was es ist: Eine Schande für Wien.

An beinahe jeder Ecke findet sich in der Stadt Wien ein Detail, das auf die antisemtische und nazistische Vergangenheit hinweist. Aber nur wenige sind so prominent und derart penetrant sichtbar wie das Lueger-Denkmal.

Einer Kunstaktion, die das Karl Lueger-Denkmal zur Schande der Stadt erklärte, ist es zu verdanken, dass nun Bewegung in die Debatte zu kommen scheint, wie es entfernt werden soll.
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Elisabeth Eidenbenz und die Maternité in Elne

Die Maternité Suisse in Elne, vom nördlich vorbei laufenden Feldweg aus gesehen.
Die Maternité Suisse in Elne, vom nördlich vorbei laufenden Feldweg aus gesehen.

Nachdem die faschistischen Franco-Truppen das republikanische Spanien besiegt hatten und Hitler-Deutschland die jüdische Bevölkerung und Oppositionelle immer stärker verfolgte, wurde Europa zum Ort der größten europäischen Fluchtbewegungen. Menschen in Spanien wurden zur Flucht vor den Faschisten* Richtung Norden gezwungen und aus dem Norden und Osten mussten Menschen vor den deutschen Faschisten* Richtung Frankreich, Spanien, die Niederlande flüchten. Immer in der Hoffnung auf einen sicheren Ort oder auf ein Schiff, das Richtung Übersee ablegen würde.

Azucena Rubio, selbst als Kind von Geflüchteten im Lager von Argelès interniert und nach wie vor aktive libertäre Antifaschistin erzählt die beeindruckende Geschichte von Elisabeth Eidenbenz: „Elisabeth Eidenbenz und die Maternité in Elne“ weiterlesen

Erfragt unser Schicksal

Memorial Kreuzstadl, errichtet auf Initiative des Vereins RE.F.U.G.I.U.S
Memorial Kreuzstadl, errichtet auf Initiative des Vereins RE.F.U.G.I.U.S

„In der Nacht vom 11. zum 12. September 1946 fuhr ein Auto von Rechnitz nach Lockenhaus. Auf der Höhe des Geschriebensteins wurde der Wagen, dessen Inhaber* Juden* waren, von unbekannten Tätern* beschossen, wobei Nikolaus Weiß getötet und Abraham Grünwald schwer verletzt wurde. Wieder hatte die Nazifeme zugeschlagen.“

Auf diesen Text an einer Tafel stößt du sehr schnell, wenn du von der Straße beim Rechnitzer Billa in einen Feldweg auf der anderen Seite einbiegst. Mit antisemitischen Morden nach der Befreiung des ersten Hitler-“Opfers“ rechnest du nämlich nicht, geschweige, dass du den Begriff Nazifeme kanntest.

Es war nicht „nur“ dieser eine Fememord von Nazis*, der im südburgendländischen Rechnitz kurz nach der Befreiung durch die Rote Armee verübt wurde. „Erfragt unser Schicksal“ weiterlesen